Markenselfie oder visuelle Pinnwand? (Part 2)

Pinterest im Visier der B2B-Kommunikation

Wie kann ich Foto-Plattformen effektiv und nachhaltig für mein Unternehmen einsetzen? Im ersten Teil unserer Reihe „Markenselfie oder visuelle Pinnwand“ haben wir Ihnen dazu bereits die Funktionsweisen von Instagram vorgestellt, genauso wie die Möglichkeiten der Fotosharing-App innerhalb der B2B-Kommunikation. Doch wie sieht es mit dem anderen großen bekannten Bild-Netzwerk Pinterest aus? Wie funktioniert dieser Foto-Stream und wie können B2B-Unternehmen die visuelle Linksammlung für ihre Content-Marketingstategie nutzen?

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Pia Feyh
Zollstockgürtel 61, 50696 Köln
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Die visuelle Linksammlung Pinterest

Die visuelle Linksammlung Pinterest

Möglichkeiten und Vorteile für Ihre B2B-Kommunikation bei Pinterest

Pinterest hat sich als „Online-Bilderalbum“ in den sozialen Netzwerken einen Namen gemacht. Hier werden allerdings keine Nachrichten oder Statusmeldungen „ausgetauscht“, sondern mit reinen Bild-Postings (sogenannten Pins) kommuniziert. Hochwertige, emotionale oder informative Bildwelten regen zum weiterpinnen (repinnen) an. In der Detailansicht eines Pins werden automatisch immer kontextbezogene Bilder, Nutzer und Pinnwände (sogenannte Boards) angezeigt. Bei jedem Bild hat der Nutzer die Möglichkeit, diesen auf einer seiner eigenen Boards zu „repinnen“, es zu „liken“ oder zu kommentieren. Dadurch entstehen eigene thematische Pinnwände, die andere User ansehen können. Pinterest verstärkt den Traffic auf Ihrer Website oder Ihrem Blog enorm, sofern Sie die Ziel-URL in Ihrem Pin angeben. So wird das Bildsharing-Tool zu einer „virtuelle Linksammlung“. Eine kurze Beschreibung mit entsprechenden Keywords (#Hashtags) unter dem Bild empfehlen wir ebenfalls, weil Sie dadurch die Auffindbarkeit (über die Suche) erhöhen und Ihre Inhalte bei ähnlichen Pins entsprechend als „themennahe Pins“ erkannt werden.

Pinterest-Steckbrief

Pinterest-Steckbrief

Follower mit Infotainment begeistern

Pinterest-Usern geht es im Gegensatz zu Usern vieler anderer sozialer Netzwerke nicht um die Selbstdarstellung, sondern um die eigene Sammelleidenschaft. Die gespeicherten Pins geben Aufschluss über Vorlieben und den Geschmack des Users. Die Content-Strategie von Pinterest ist daher durchweg positiv geprägt: Nach der „Kultur des Mögens“ werden hier Pins und Repins gelikt und gesammelt. Geben Sie den Likern und Sammlern beständig visuelles Infotainment (Information und Unterhaltung), um in den User-Sammlungen gespeichert zu werden. Es gibt bei Pinterest aber auch einen anderen Weg, sich dort als Marke selbstbewusst aufzustellen: 80% aller Pins sind Repins – eine Zahl, die zugleich den größten Unterschied zu Instagram deutlich macht. Hier können Sie auch mit Fremdinhalten auf sich und Ihre Marke aufmerksam machen, in Interaktion bleiben und damit dann auf Ihre Boards und Pins lenken. Damit können Sie Ihr Unternehmen – fernab von produktbezogenen Bildern – mit themenübergreifenden Repins als Experte und Dialogpartner positionieren.

 

Vier effektive Pinterest-Tipps

Push the Button
Der berühmte Pin-it-Button ist das beliebteste Werkzeug innerhalb der B2B-Online-Kommunikation mittels Pinterest. Damit wird der Seitenbesucher auf der Unternehmenswebsite animiert, Bildinhalte in wenigen einfachen Klicks auf Pinterest zu speichern. Die gesetzten Backlinks in den Pins sorgen dann für verstärkten Traffic. Größe, Form und Farbe des Pin-it-Buttons bestimmen Sie! Achten Sie darauf, dass der Button optisch gut zum Look-and-feel Ihrer Website passt.

 

Inspirationsquelle für alle Zielgruppen

Inspirationsquelle für alle Zielgruppen

Pinspiration, bitte!
Sie können andere Pinner zu gemeinsamen Pinnwänden einladen und so die Beziehung zu Ihrer Marke stärken. Außerdem verbreiten Pinterest-Follower Ihre Pins weiter. Ein Multiplikatoreffekt auf visueller Ebene, auf den Sie nicht verzichten sollten. Ebenfalls mehr Reichweite gewinnen Sie, wenn Sie auf Facebook einen eigenen Pinterest-Reiter einrichten und Sie Ihre Pins auch regelmäßig auf Facebook teilen.

Rich Pins

Pinterest: Plattform von Kreativen für Kreative

Pinterest: Plattform von Kreativen für Kreative

Die Nutzung von Rich Pins ist für Ihr Unternehmen das beste Instrument dafür, den Traffic auf Ihrer Website beständig voranzutreiben. Diese „wertvollen Pins“ enthalten zusätzliche Informationen, die durch die eingerichteten Meta-Daten auf Ihrer Website aus der Masse hervorstechen. Diese Meta-Daten müssen Sie vorher noch von Pinterest validieren lassen. Derzeit gibt es fünf verschiedene Rich Pins auf Pinterest. Bei dieser Auswahl ist bestimmt der passende Rich Pin für Ihren kontextbezogenen Pin dabei: Ort-Pins (enthalten eine Karte, eine Adresse und eine Telefonnummer), Artikel-Pins (Überschrift, Autor, Inhaltsangabe), Produkt-Pins (Echtzeit-Preisangaben, Verfügbarkeit-Info, sowie eine Benachrichtigung an die Follower, wenn Preis oder Verfügbarkeit geändert werden), Rezept-Pins (bestehend aus Angaben über die Zutaten, die Zubereitungsdauer und Serviertipps) sowie Film-Pins (mit Freigabebeschränkungen, Darsteller und Rezensionen).

 

Eine optimale B2B-Kommunikation auf Pinterest zeigt General Electric. Dialogorientiert, abwechslungsreich und attraktiv präsentiert sich General Electric nicht trocken-technisch, sondern vielmehr elektrisierend.

Eine optimale B2B-Kommunikation auf Pinterest
zeigt General Electric.

Machen Sie es senkrecht!
Pinterest hat hunderttausende Pins analysiert und festgestellt, dass hochformatige Pins mehr Aufmerksamkeit und Interaktion bei den Pinterest-Nutzern erzeugen als querformatige Bildpostings. Die mobile Ansicht und das Layout von Pinterest begünstigen dies zudem.

Fazit:

Fest steht: Sowohl Pinterest als auch Instagram halten spannende Möglichkeiten für die Kommunikation von B2B-Unternehmen bereit. Hierbei handelt es sich nicht um einen kurzweiligen Trend, sondern um eine neue Entwicklungsrichtung im Content-Marketing. Gerade B2B-Unternehmen, die frühzeitig den passenden Bildkanal betreten, können sich deutlich von der Konkurrenz absetzen. Schauen Sie sich auf beiden Kanälen um, beobachten Sie übergreifende Themenwelten und werfen Sie zu Beginn einen Blick auf andere B2B-Unternehmen, um ein Gefühl für visuelle Unternehmenssprache zu bekommen. Instagram oder Pinterest, Markenselfie versus virtuelle Linksammlung? Wir empfehlen Ihnen – ganz im Sinne einer kanalübergreifenden Online-Kommunikation –, dass Sie auf beiden Kanälen aktiv werden, um Ihre Marke innerhalb jeder Community stärker (und emotional) zu platzieren und dadurch eine höhere Markenaffinität zu generieren. Mit Ihren zielgruppengerechten Unternehmensprofilen auf Pinterest und Instagram können Sie gleichzeitig die Kundenbindung stärken und neue Zielgruppen ansprechen. Achten Sie darauf, nicht in jedem Kanal die gleichen Inhalte zu platzieren. Sie werden schnell ein Gefühl dafür bekommen, welche Bildwelten „kanalgerecht“ sind.

Und dann: Legen Sie los, seien Sie kreativ, emotional, erfrischend und vor allen Dingen authentisch!