Den Facebook-Auftritt als Marketing-Instrument perfekt nutzen

Eine Facebook-Seite ist schnell eingerichtet, kostet kein Geld und ist von Anfang an spannend, denn: Es ist mit über einer Milliarde Usern das größte soziale Netzwerk weltweit. Und: Sobald Sie alles eingerichtet und Ihre Seite öffentlich gemacht haben, beginnt auch schon die Arbeit: Die Seite muss gepflegt werden, Follower müssen gewonnen und eine Interaktion mit ihnen hergestellt werden. Gleichzeitig müssen Sie auch rechtliche Rahmenbedingung dieses Netzwerkes kennen und beachten.

Das soziale Netzwerk hat sich zu einem Dschungel von unzähligen Möglichkeiten entwickelt, das Ihnen nicht nur besondere Erfolgschancen bietet, sondern auch jede Menge Herausforderungen bereithält: Wie kann ich diverse Funktionen meiner Facebook-Seite optimal nutzen? Wie wirbt man am besten für seine Facebook-Präsenz? Was sind Facebook-Ads und was muss ich beim Posten von Bildern beachten? Dies ist nur ein minimaler Ausschnitt des großen Fragezeichens, das sich bei vielen Usern abzeichnet, sobald Sie in diesem Social Media Kanal mit einer Unternehmensseite aktiv werden. Deswegen haben wir für Sie die zehn goldenen Regeln für den perfekten Facebook-Auftritt zusammengestellt. Mit diesen Erfolgsfaktoren wird der Facebook-Auftritt Ihres Unternehmens garantiert überzeugen und Sie vor zukünftigen Problemen bewahren.  

1. Bewertungsfunktion nutzen

Mit der Bewertungsfunktion können User, mittels der Vergabe von einem bis fünf Sternen, Ihr Unternehmen auf Facebook beurteilen und die Bewertung anderer User einsehen. Zusätzlich gibt es eine Auswertung der vergebenen Sterne. Zeigen Sie den Usern wie gut Sie sind. Kundenzufriedenheit ist das oberste Ziel. Wenn Sie die Bewertungen auf Ihrer Facebook-Seite öffentlich machen, geben Sie den Usern das Gefühl, offen und sensibel auf Kundenkritik und Wünsche einzugehen und die Bewertung Ihres Unternehmens selbstbewusst tragen zu können. Diese Unternehmensbewertung können Sie auf Ihrer Facebook-Seite mit Hilfe von Unterseiten (Tabs, Reitern) hinzufügen. Diese Unterseiten können nicht nur eine zeitgemäße Werbemöglichkeit sein und Fans generieren, sondern auch die Interaktion auf Ihrer Facebook-Seite stärken und Ihr Unternehmen transparenter machen.  

2. Optimieren Sie Ihre Kommunikation und reagieren Sie schnell

Die immer größer werdende Facebook-Gemeinde nutzt die sozialen Netzwerke auch verstärkt dafür, um mit Unternehmen in Kontakt zu treten. Dabei erwarten sie eine schnelle und professionelle Kommunikation. Gehen Sie mit diesem Tempo und den Erwartungen: Pflegen Sie Ihre Seite und kommunizieren Sie zeitnah und schnell. Sehen Sie Ihre Facebook-Seite auch als Kundenservice, in dem Sie professionell auf Kommentare reagieren und zwar individuell und konstruktiv. Verstecken Sie sich auch nicht vor negativen Kommentaren: Sie können kritische Äußerungen über Ihr Unternehmen im Internet nicht auslöschen, indem Sie diese ignorieren. Anstatt die Kommunikation über Ihr Unternehmen passiv zu beobachten, sollten Sie vielmehr aktiv daran teilnehmen, um die Äußerungen durch den Dialog zu steuern. Fans sind immer auch potentielle (Neu-)Kunden und sollten daher mit Mehrwert, Kundenservice und Professionalität gefüttert werden.  

3. Social Media Profile bei Facebook einbinden

Ihre Facebook-Seite kann durch Anwendungen aufgewertet werden: So können Sie zusätzliche Inhalte wie Gewinnspiele, Newsletter oder eine Jobbörse einbinden. Vergessen Sie hier auch nicht die Möglichkeit, auch andere Social Media Profile Ihres Unternehmens zu integrieren. So können Sie gezielt auf Ihre anderen Social Media Aktivitäten aufmerksam machen und dem modernen crossmedialen User schnellen Zugang zu weiteren Online-Profilen Ihres Unternehmens bieten. Ihre Facebook-Seite bekommt mit dieser Einbindung die Funktion einer Art Verteilerseite: Durch die vielseitigen Funktionalitäten und bequem erreichbaren Zugängen zu anderen Profilen Ihres Unternehmens bekommt der User übersichtlich Anreize gesetzt, um auf Ihre Facebook-Seite zurückzukehren. Damit verstärken Sie die Kundenbindung und geben den Usern unterschiedliche Perspektiven auf Ihr Unternehmen.  

4. Timing-Funktion nutzen

Sie möchten Ihre Fans zu bestimmten Ereignissen oder Terminen punktgenau informieren oder bestimmte Inhalte teilen? Sie möchten mit Ihren Fans genau dann kommunizieren, wenn diese mehrheitlich im sozialen Netzwerk unterwegs sind – nämlich abends und an den Wochenenden? Kein Problem! Unabhängig von Ihren Arbeitszeiten können Sie Ihre Zielgruppe immer und termingerecht erreichen: Mit der Timing-Funktion im Statusfeld. Mit dieser Funktion können Sie das Datum und die Uhrzeit passend zum Post einstellen und Ihre zukünftigen Posts termin- und zielgruppenoptimiert planen. Dieser Timer ist auch hilfreich für Postings, die sich inhaltlich auf Wochenend-Aktivitäten oder auf Events zu späteren Tageszeiten richten. Dadurch machen Sie Ihre Unternehmenskommunikation noch realer und verstärken die Kundenbindung.  

5. Mit Meilensteinen Meilensteine setzen

Meilensteine oder Lebensereignisse innerhalb der eigenen Unternehmensgeschichte sollten Sie Ihren Usern auf Facebook nicht vorenthalten. Ihre Fans können anhand dieser historischen Ereignisse besser nachvollziehen, wie sich Ihr Unternehmen im Laufe der Jahre entwickelt hat, welche Herausforderungen gemeistert und Höhepunkte dabei erlebt wurden oder wie sich bestimmte branchenrelevante Begebenheiten auf Ihr Unternehmen ausgewirkt haben. Die Meilensteine können nachträglich in der eigenen Facebook-Timeline angelegt werden. Neben dem Namen und dem Datum des Meilensteins kann auch eine ausführliche Beschreibung oder ein Foto hinzugefügt werden. Dadurch können Sie Ihren Fans einen persönlicheren Einblick geben und Ihre gesamte Unternehmensgeschichte transparent und auf einen Blick darstellen.  

6. Netiquette

Die digitale Welt ist fester Teil unseres Lebens und die digitale Kommunikation zum Teil unserer Alltagssprache geworden. Auch hier gilt es daher, höflich und respektvoll miteinander zu kommunizieren. Bieten Sie Ihren Fans dementsprechend auch auf Ihrer Facebook-Seite einen Leitfaden für angemessene Kommunikation und entsprechendes Verhalten an. Dieser wird von wiederkehrenden Fans (und somit den potentiellen Kunden) Ihrer Facebook-Seite geschätzt und als Zeichen der Seriosität und Professionalität gewertet. In dem Sie sich das Recht vorbehalten, unangebrachte Inhalte zu löschen, können Sie sich sowohl vor rassistischen oder pornografischen Störkommentaren als auch vor Beschimpfungen oder persönlichen Angriffen schützen. Den Text für die sogenannte Netiquette können Sie auf Ihrer Facebook-Seite problemlos einbinden.  

7. Must-have: Ein kreativer Redaktionsplan

Beim Facebook-Marketing gilt wie bei allen Kommunikationsmaßnahmen auch: Machen Sie sich einen Plan! Und für Ihren Unternehmensauftritt bei Facebook empfehlen wir Ihnen einen Redaktionsplan. Dieser verschafft Ihnen einen Überblick und bringt Planungssicherheit: Dadurch lassen sich Wiederholungen vermeiden und es kann ein abwechslungsreicher Postingcharakter entstehen. Machen Sie in dem Plan auch kenntlich, wer für welche Inhalte zuständig ist und legen Sie Themenbereiche fest, damit Sie überschauen können, welche Themenbereiche im Monat schon gedeckt sind. Die gute Mischung aus Information und Entertainment ist dabei sehr empfehlenswert. Vergessen Sie nicht, dass Ihre Posts nicht bloß aus Textinhalten bestehen müssen: Wenn Sie Ihre Kommunikation mit Bildern unterstützten, entwerfen Sie eigene. Diese werden von dem User viel mehr geschätzt und dadurch gelikt und verbreitet.  

8. Die gezielte Art zu werben: Facebook-Ads

Zielgruppenoptimierte Facebook-Werbeanzeigen sollten neben einer gut strukturierten Facebook-Seite und einem kreativen Posting-Redaktionsplan ebenfalls fester Bestandteil Ihres Facebook-Marketings sein. Warum? Weil im sozialen Netzwerk vor allem Eines zählt: Aufmerksamkeit und Relevanz. Mittels Facebook-Ads können Sie Ihre Zielgruppe konkret ansprechen, um positive Resonanz zu erzielen und den Dialog zu fördern. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Die Facebook-Ads können in Form von Bild-Text-Formaten geschaltet werden, aber auch Video-, Umfrage- oder Event-Anzeigen sind möglich. Um dabei Streuverluste zu minimieren, sollten Sie Ihre Zielgruppe vorher definieren. Die Zielgruppe für Ihre Anzeigen lässt sich durch die Angaben soziodemografischer Kriterien wie z.B. Wohnort, Geschlecht, Alter, Interesse oder Nutzungsverhalten sehr gut abgrenzen.  

9. Bildrechte

Wenn Sie sich im Themenbereich der Facebook-Bildrechte nicht sicher sind, sollten Sie sich vorher unbedingt beraten lassen. Grundsätzlich gilt: Für Ihr hochgeladenen Bildinhalte müssen Sie die Nutzungsrechte besitzen oder die Rechte von anderen Anbietern erwerben. Dabei müssen Sie sich sicher sein, dass Urheberrechte und Markenrechte geschützt bleiben und das Einverständnis des Rechteinhabers vorliegt, wenn Sie andere Bilder online veröffentlichen. In den Facebook-AGB steht zudem, dass man Facebook all seine hochgeladenen Bilder kostenlos für eigene Zwecke wie Werbung zur Verfügung stellt. Dessen sollten Sie sich bewusst sein.    

10. Die rechtliche Seite des Netzwerks: Impressum

Der Betreiber einer Website ist rechtlich zwingend verpflichtet, ein Impressum auf seiner Website zu führen, um damit den Seitenbesuchern mit nur einem Klick direkt Informationen über den Website-Betreiber geben zu können. So ein Impressum ist auch auf der Facebook-Seite Ihres Unternehmens Pflicht. Sie können es auf Ihrer Facebook-Seite integrieren, müssen dann aber trotzdem in dem Bereich Seiteninfo den entsprechenden Text im Impressums-Feld einfügen. Dafür stehen Ihnen 1500 Zeichen zur Verfügung. Nach dem Erstellen finden Sie Ihren Impressumstext dann in einem neuen Abschnitt des Infobereichs. Dorthin werden auch Ihre Fans weitergeleitet, die den Link zum Impressum anklicken.

Veröffentlicht am

Autor: Sebastian Schönmann